AIG Planungs- und Ingenieurgesellschaft

Zentralgebäude, Forschungszentrum Bosch Renningen

 

Die Robert Bosch GmbH errichtet in Renningen (Landkreis Böblingen) einen neuen Forschungsstandort für ca. 1.600 Mitarbeiter. Das Gesamtgrundstück gliedert sich in drei Teilgrundstücke, wobei derzeit zunächst das Nordgrundstück und zu einem kleinen Teil das Südgrundstück zur Bebauung ansteht.

Auf dem Nordgrundstück entstehen in der ersten Bauphase 12 Neubauten mit insgesamt rund 100.000 m² NGF. Auf dem Südgrundstück ist eine Erprobungsbahn für die Entwicklung von Fahrzeugen, eine Stützpunktwerkstatt, ein Steigungshügel, eine Kläranlage, ein Regenwasserrückhaltebecken sowie eine Druckerhöhungsanlage zur Trinkwasserversorgung umgesetzt worden.

Das Nordgrundstück gliedert sich in ein zentrales Baufeld, umgrenzt von einer bogenförmigen Erschließungsstrasse, und den angrenzenden Flächen für Parkierung. Das Campuskonzept des Forschungs- und Entwicklungsstandorts Renningen sieht eine lockere Bebauung mit Gebäude in der Größenordnung zwischen 5.000m² und 13.000m² NGF vor. Das Zentralgebäude mit Hochhaus als „Landmark“ beinhaltet eine Fläche von ca. 30.000m² NGF.


Das Gebäude Rng 100 als Hochhaus-Typus mit Sockelbau ist ein 12-geschossiger Stahlbeton Skelettbau mit einer Geschosshöhe von ca. 6,25m bzw. 4,25m für Büronutzung und Standortzentralen (HLS-E) sowie Sozial- und Nebenräumen. Die auskragenden Ebenen im Hochhaus sind als Stahlbeton-Verbund-Bauwerke ausgeführt, der Sportbereich in Ebene 1 ist als Stahlkonstruktion erstellt worden. Der nördliche Bereich der Ebene 0 ist als Hanggeschoss von Stahlbetonwänden zum anstehenden Gelände begrenzt. Ein Medienkanal auf Ebene -1 bindet die südlichen Gebäude an das Zentralgebäude an.


Die Hauptzufahrt führt direkt auf einen großzügigen Vorplatz an der Westseite des Gebäudes. Von hier gelangen die Mitarbeiter und Besucher des Standortes direkt in die Ebene 1 des Sockelgebäudes mit einem Foyer-Bereich mit Empfang und angegliedertem Konferenzbereich. Nach Passieren der Zugangskontrolle am Empfang können die übrigen Nutzungen der Ebene, wie Werksarzt, Sporthalle, Laborräume sowie Büroflächen erreicht werden. Neben dem Empfang sind die Aufzüge und Treppenhäuser angeordnet, die die Büroebenen des Hochhauses sowie den Campus erschließen. Eine geschwungene Treppe im Foyer-Bereich verbindet die Ebene 1 mit der darunterliegenden Ebene 0 des Sockelgeschosses, der sogenannten Campusebene. Von dieser Ebene sind die übrigen Gebäude des Campus ebenerdig erreichbar. In Ebene 0 befinden sich Standortfunktionen wie FCM, Werkfeuerwehr, Stoffeingang, Rest-stoffsammelstelle und Stützpunkte für Fremdhandwerker. Diese gruppieren die sich um einen nach oben offenen Betriebshof. Im rückwärtigen Bereich sind Technikflächen angeordnet, die der zentralen Versorgung des Standortes dienen. Die Ebenen 0 und 1 sind durch eingeschobene Zwischenebenen Z1 und Z2 erweitert und dienen Büro- und Sozialräumen. An der Süd-Ostecke befindet sich eine gebäudeintegrierte Pforte zur Kontrolle der Zufahrt.

Sockelbau Hochhaus:
Länge: ca. 130 m ca. 80 m (inkl. Versätzen)
Breite: ca. 67 m ca. 25 m
Höhe, ges.: ca. 60 m

Geschoßhöhen:
Ebene 0: 6,75 m (inkl. Z1)
Ebene 1: 6,75 m (inkl. Z2), teils abgesenkte Decke
Ebene 2: 6,10 m, teils abgesenkter Boden
Ebene 3 – 11: 4,25 m
Ebene 12: 5,55 m

Stützenraster: 7,20 m
FFB Ebene E1: 561 m üNN