AIG Planungs- und Ingenieurgesellschaft

Städtebauliche Ideenwerkstatt „Neuer Stadtraum Bantlinstraße“

Aufgabenstellung

Auf Einladung der Stadt Reutlingen nahm die AIG als eine von 4 Hauptteilnehmerinnen in einer offenen und kooperativen Ideengemeinschaft mit Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Stuttgart, Prof. Schmid Treiber Partner, Leonberg (heute SETUP Landschaftsarchitektur) und Ludloff Ludloff GmbH, Berlin teil.

Die Aufgabenstellung umfasste gesamtheitlich die städtebauliche, verkehrliche und freiräumliche Verzahnung des Standortentwicklungsplans der Firma BOSCH mit den Stadträndern rund um das innerstädtische BOSCH-Areal, sowie die Entwicklung einer Verkehrsräumlichen Zukunftsperspektive der bestehenden „Stadtautobahn“ Bantlinstraße und deren konfliktreicher Verkehrsstromstörungen – insbesondere mit Parkraumverkehr und der sie kreuzenden Tübinger Straße.

Masterplan der Firma BOSCH am Standort Reutlingen

Auf Basis des bestehenden Masterplans zur Standortentwicklung der Firma BOSCH in Reutlingen entwickelt die AIG mit Ihren Partnern ein umfassendes Durchwegungs- und Verzahnungskonzept zur Attraktivierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen rund um den BOSCH-Standort, sowie durch den Standort hindurchwirkend und entlang dem im Konzept weitgehend renaturierten Echaz-Lauf. Die im Masterplan angelegte Idee der Grenzauflösung zwischen BOSCH und Stadt, zischen Stadt und BOSCH wird durch einen großzügigen Shared-Space im Teilverlauf der Tübinger Straße und – perspektivisch – künftig bis in die Altstadt zur größtmöglichen Attraktivität für die Öffentlichkeit entwickelt.

Stadtraum und Freiraum

Das städtebauliche Entwicklungskonzept der AIG geht dediziert auf die jeweiligen örtlichen Brüche und Stadtraumfragmente rund um die bestehenden Werksgrenzen ein und entwickelt auch jenseits der Bantlinstraße die Tübinger Vorstadt zu einem selbstbewussten, modernen und diversifizierten Quartier der Zukunft. Hierbei sollen sowohl zukunftsgerichtete Einrichtungen wie ein KI-Sensorik-Zentrum sowie Einrichtungen für Fraunhofer Gesellschaft und Hochschule Reutlingen entstehen, wie auch bestehende historische Gestaltpräger wie die ehemalige Reithalle am Proviantamt zu wertvollen Identitätsstiftern aufgewertet.

Zusammen mit dem Neuen Zentralgebäude des BOSCH-Standorts spannt die bauliche Verdichtung um den neuen „Gminder Platz“ einen großzügigen Freiraum unter Einbeziehung der Echaz auf, flankiert von den öffentlichkeitswirksamen Gebäuden der BOSCH Learning Company und E-Bike-City sowie der andienenden Seilbahnstation. Es entsteht ein großflächiger Shared Space, eine Bühne für die Mobilität von morgen.

In 2. Reihe verwebt sich die flankierende Bebauung der Bantlinstraße mit einer neuartigen Verdichtungstypologie – der „Scholle“ – frei und ungezwungen mit den lockereren bestehenden Randbebauungen zu einer bruchfreien Stadtraumergänzung.

Die Bantlinstraße wird durch die Auslagerung von Parkierungsflächen in Mobilitätshubs in der Reutlinger Peripherie weitgehend frei von Parkierungsverkehr. Die Anbindung der Mobilitätshubs erfolgt fahrzeitneutral über Seilbahnlinien. Die dadurch gewonnene Freiwerdung von Flächen und Verkehren wird genutzt für die räumliche Aufweitung der neuen Allee sowie zur Beruhigung und Entschleunigung des Durchgangsverkehrs.

Wie es weitergeht

Das Konzept der AIG und unserer Partner hat überzeugt und wird zur Grundlage der weiteren Stadtentwicklung rund um den BOSCH-Standort erklärt.

Projektdetails

  • Auftraggeber: Stadt Reutlingen
  • Auftragsart: städtebaulicher Wettbewerb

In Projektpartnerschaft mit:

  • Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Stuttgart
  • SETUP Landschaftsarchitektur, Leonberg
  • Ludloff Ludloff Architekten GmbH, Berlin

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